02. NOVEMBER - 05. NOVEMBER 2017

Beziehungen, Grenzen und persönliche Kraft:

Skills für die Einzelpraxis

Das Thema dieser Fortbildung sind die grundlegenden Themen, die uns Menschen betreffen: unsere Beziehungen, Grenzen und unsere persönliche Stärke.
Wie die Evolutionspsychologie darlegt, ist das Leben nur innerhalb von Beziehungen in komplexen sozialen Netzwerken gewährleistet. Unsere Identität und Selbstwahrnehmung ist abhängig von unserer Zugehörigkeit. Ein Kind muß gesehen und versorgt werden, um zu lernen und zu wissen, wer es ist. Primäre Beziehungen mit dem Leben und der Umgebung sind die Voraussetzung für Wachstum und Entwicklung. Ohne ausgewogene Beziehungen wird das Individuum, die Gruppe oder die Familienreihe nicht überleben.

Dazu benötigen wir gesunde Grenzen, die uns helfen, unsere Beziehungen zu definieren, und das sowohl innerhalb unseres Körpers, als auch zwischen Individuen und mit dem Leben selbst. Ein ausgewogener Austausch zwischen beiden Teilen über die Grenzen hinweg erschafft Energie und bietet Sicherheit. Durch Trauma, Begegnungen mit dem Tode und durch schwierige Situationen werden diese Grenzen starrer, so daß wir weniger angemessen auf Änderungen in der Umwelt reagieren können. Diese veralteten Strukturen zeigen sich in Symptomen, die uns leiden lassen und uns dadurch dazu bewegen, Veränderung und Frieden zu suchen.

Persönliche Stärke bedeutet Authentizität und Verbindung zur Wirklichkeit, und zur Wahrheit, wer wir in den Umständen des Leben sind. Wenn wir im Hier und Jetzt präsent sind, und nicht von Gedanken, Erinnerungen, Muster und Erfahrungen aus der Vergangenheit besetzt sind, haben wir für unser Hiersein mehr Energie zur Verfügung: unsere Wahl ist klarer und wirkungsvoller,  unsere Kommunikation verbessert sich und unsere Beziehungen bieten mehr Nähe. Persönliche Stärke bedeutet letztendlich, ganz erwachsen zu werden, und uns selbst aus der Tiefe unseres Seins zu leben.


In dieser Fortbildung lernen unsere Teilnehmer
- wie wir in Trancen gezogen werden - und wir sie schnell und leicht wieder verlassen können, um dem Leben jetzt leichter, stärker und freier begegnen zu können;
- die Bedeutung von Grenzen und wie wir sie angemessen und wirklichkeitsnah gestalten können, damit unsere Beziehungen unsere tiefsten Werte und Absichten unterstützen und
- mehr Klarheit über sich zu bekommen, um leichter diejenigen zu werden, die sie eigentlich sind.

Die Aufstellung in der Einzelarbeit ermöglicht tiefe therapeutische Prozesse, auch wenn eine Gruppe nicht zur Verfügung steht. In dieser Fortbildung bieten wir eine grundlegende theoretische und praktische Hinführung zu den spezifischen Techniken und Skills für die Einzelaufstellung, und zeigen, wie die Erfahrung von Gruppen- und Einzelsetting wechselwirkend genutzt werden kann, um ein stärkendes inneres Bild zu finden.

Unser Ansatz verbindet systemisches Denken, körperorientierte Traumatherapie und die Kraft der Präsenz (the Power of Presence). Aufbauend auf langjährige Praxiserfahrung mit Aufstellungen und Einzeltherapie werden wir unterschiedliche Techniken und Vorgehensweisen anhand von Supervisions- oder persönlichen Fragen vorstellen, und die Teilnehmer in praktischen Übungen anleiten, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten zu vertiefen.
Der theoretische und praktische Überblick umfasst Aufstellungen mit Symbolen, Figuren, sogenannten Bodenankern und mit skype, wobei der Schwerpunkt jedoch beim imaginativen Verfahren liegt, das heißt, bei Aufstellungen in der Vorstellung.
Als Methoden zur Vermittlung dienen Vortrag, Selbsterfahrung, Übungssequenzen in der Kleingruppe, um die Kompetenz der Teilnehmer in dieser Methode zu entwickeln und zu erweitern, Besprechung und Vertiefung im Plenum.
Wir empfehlen unseren Teilnehmern zur Vorbereitung Ursulas Buch "Wenn ich die Augen schließe, kann ich Dich sehen" (Carl Auer).